Sportrapport: FC St. Georgen II – BW Wiehre I 0:0 & VfR Pfaffenweiler III – BW Wiehre II 0:4 (0:1)

VfR Pfaffenweiler III – SV Blau-Weiß Wiehre II 0:1 (0:4)

Am 19. August startete auch für die ZwoteTM endlich die neue Saison, nachdem man sich während der ewig scheinenden Vorbereitung mit Freundschaftsspielen und Trockenübungen bei Laune halten musste. Selbstredend fiel die Personaldecke in bester Tradition membrangleich dünn aus, sodass Coach und Überredungsfuchs Jörg Wilhelm längst verschollen Geglaubte persönlich ausbuddeln und zum Mittun motivieren musste. Und so begann der Tag erstmal mit dem gegenseitigen Kennenlernen der Namen.

Doch wer glaubte, dass sich der bunt zusammengewürfelte Haufen verstecken würde, wurde umgehend eines Besseren belehrt. Vom Anpfiff weg zeigten die Blau-Weißen, dass sie das Wappen mit dem Wasserschlössle zurecht mit Stolz auf ihrer Brust wissen. Angetrieben durch eine bestens organisierte Defensive um die beiden Innenverteidiger Friedemann und Elias, Pflichtspieldebütant Campi Campenhausen und Torsteher Pascal nahm die ZwoteTM das Heft des Handelns in die Hand. Es wurde ab der Mittellinie konsequent gegen Ball und Gegner gearbeitet und so im Mittelfeld immer wieder von der 3A-(alt-aber-agil) Doppelsechs Alkjon und Jörg Zweikämpfe gewonnen, um sofort wieder in den Angriffsmodus umzuschalten. Insbesondere Mo trieb auf der linken Flanke das Spiel in Abschnitt eins immer wieder nach vorne. Und dort lauerten – stets auf Empfang geschaltet! – die guinea-bissauischen Gazellen Yagoubah, Musti, Allasain und Manne, die auch durch Enzo auf dem rechten Flügel unterstützt für mächtig Wirbel in den gegnerischen Reihen sorgten.

Bis der verdiente Führungstreffer nach schöner „Doppel-Einzelaktion“ von Allasain und Manne endlich den Weg in die Pfaffenweiler Maschen fand, dauerte es dennoch eine gute halbe Stunde. In der Folge boten sich noch weitere gute Gelegenheiten für die 1911er, doch das Runde wollte einfach nicht noch mal ins Eckige. Zum Glück galt dies auch für das eigene Tor, nachdem die Blau-Weißen kurz vor dem Halbzeitpfiff den Gastgebern großzügigerweise noch eine bis drei gepflegte Einschussmöglichkeiten gewährten, die unser hellwacher Torsteher Pascal zum Glück professionell zu entschärfen wusste. Und so ging es mit der verdienten wie knappen Führung in den wohlverdienten Halbzeitschatten bei höchstsommerlichen Temperaturen.

In Abschnitt zwo startete die BWW-Reserve nicht mit der Verve des ersten Abschnitts; Biss und Spielwitz der ersten Halbzeit hatten den Weg vom Halbzeitschatten leider nicht zurück aufs Feld gefunden. Zwar ließ man keine klaren Chancen der Gastgeber zu, allerdings krankte das Spiel der Zwoten – zunächst – an Einsatzfreude und Kreativität. Dies änderte sich aber schlagartig nach der vom Schiedsrichter verordneten Trinkpause. Zunächst setzte sich der nur mit Hallenschüchen besohlte Enzo auf rechts durch, um per Einzelaktion gekonnt zum 2:0 einzuschieben. Kurz danach erinnerte sich Manne wieder seines hammer Hammers und vollstreckte mit einem strammen Stoß per Innenpfosten. Belebt ob dieses Erfolgserlebnisses ließ sich Manne zehn Minuten später nicht lumpen und setzte abermals einen Fernschuss zum verdienten 4:0-Endergebnis in die Pfaffenweiler Maschen – klasse, Jungens!

Weiter geht’s am 2. September um 13 Uhr gegen Platzpartner Türkgücü II beim „Auswärtsspiel daheim“ im Schönbergstadion.

 

FC St. Georgen II – SV Blau-Weiß Wiehre I 0:0

Bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein startete der SV Blau-Weiß Wiehre diesen Sonntag als Gast der zweiten Mannschaft des FC Freiburg-St. Georgen mit einem Derbyspiel in die neue Runde. Obwohl ein Teil der Mannschaft noch in den Ferien ist, fanden sich 15 fähige Spieler zusammen, was einen gesunden Wettbewerb um die Stammplätze in den kommenden Wochen prophezeit. Unter den Spielern auch überraschend noch einmal ehemaliger Abwehrchef Sven Reutner, der uns zu dieser Saison leider verlässt, aber hier noch einmal als Kapitän die Mannschaft anführte.

Schon beim Anpfiff machte der Gastgeber St. Georgen klar, dass man trotz hoher Temperaturen die Intensität hochhalten wolle. Blau-Weiß stand dabei hinten solide, sodass trotz höherem Ballbesitz der Gegner wenig gute Chancen entstanden. Die Entlastungsangriffe die der SV fuhr wurden gelegentlich gefährlich, waren aber auch nicht zwingend genug und damit blieb die erste Hälfte des Spiels torlos. An den Interaktionen der Spieler merkte man aber, dass hier keiner ohne drei Punkte vom Platz wollte.

In der zweiten Halbzeit, mit der Sonne im Rücken, konnte Blau-Weiß dann aktiver das Spielgeschehen definieren und kam zu mehreren guten aber eben auch ungenutzten Chancen. Gegen Ende fanden die Spieler des Freiburg-St. Georgen langsam zurück ins Spiel und es wurde im eigenen Strafraum einige Male brenzlig. Als nach einer Hereingabe über links ein Stürmer der Gastgeber dann den blau-weißen Schlussmann überwand, entschied der noch junge aber sonst souveräne Schiedsrichter auf Foul für die Gäste und rettete damit dem SV Blau-Weiß Wiehre das Unentschieden. Der Punkt musste allerdings noch gegen eine letzte Druckwelle der Gastgeber verteidigt werden, die nach der polarisierenden Entscheidung zuvor Blut geleckt hatten. Es blieb schließlich beim 0:0.

Insbesondere hervorgetan hat sich auf Innenverteidigerposition der aus der Jugend aufgestiegene Philipp Röser, der schnell integraler Bestandteil des blau-weißen Kaders geworden ist und sich auch körperlich mittlerweile sehr präsent zeigt. So musste selbst sein ehemaliger Trainer Sven Reutner eingestehen Röser als Sechser eventuell nicht hundertprozentig richtig eingeschätzt zu haben.

Obwohl man mit einem Punkt zufrieden sein kann, ist man das bei Blau-Weiß Wiehre nicht. Man merkt, dass die Spieler diese Saison mehr wollen. Die Leistung die heute gezeigt wurde hat in diesem Sinne noch eine Menge Entwicklungspotential.

Das nächste Spiel steht am 2. September um 16 Uhr im Schönbergstadion gegen unsere Platzpartner von Türkgücü I an.